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HowTo: System Center Virtual Machine Manager – Self Service Portal

In diesem Artikel beschreibe ich die folgenden drei Aktionen:

  1. Modifizieren des IIS damit dieser das Self Service Portal als einzige Seite bereit stellt
  2. Aktivieren des SSL gesicherten Zugang zum Portal
  3. Aktivieren der Windowsintegrierten Authentifizierung

IIS modifizieren

Bei der Installation des Self Service Portals für den SCVMM erhält man auf einem System welches Bereits einen vorinstallierten IIS am laufen hat die Fehlermeldung “Web site Default Web Site has the same address binding as the specified port. (ID: 337)…)

VMM_self_service_portal_iis

Die Lösung des Problems ist recht einfach. Man startet dazu den Internet Information Service (IIS) Manager (Start und dann den Namen in die Suchbox eintragen). In dem sich öffnenden Fenster erweitert man den Baum auf der linken Seite und entfernt einfach die Default Site.

SSL Zugang aktivieren

In der Standardkonfiguration liefert der IIS / das SCVMM Self Service Portal die Zugangsseite nur in klartext aus (http). Um die Datenübertragung zu verschlüsseln sind nur einige wenige Schritte notwendig. Sie brauchen dafür wieder den IIS Manager.

Klicken Sie im linken Baum auf den Namen Ihres Webservers und wählen Sie dann auf der rechten Seite “Server Certificates” aus.

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Auf der folgenden Seite haben Sie nun die Möglichkeit festzulegen was für ein Zertifikat Sie für die SSL Übertragung beantragen wollen. Gibt es in Ihrer Infrastruktur bereits eine Unternehmnes-CA oder beziehen Sie Ihre Zertifikate von einer externen CA so können Sie ganz einfach einen Certificate Request (CR) erstellen und dort einreichen. Besitzen Sie noch keine CA so können sie ein selbst signiertes Zertifikat erstellen (die ersten beiden Varianten sind aber zu bevorzugen).

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Ich erstelle hier mal ein selbst signiertes Zertifikat (geht am schnellsten ;-) )

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Nachdem das Zertifikat erfolgreich ausgestellt wurde kann man es für die “Site” aktivieren. Dazu klickt man im Baum auf der linken Siete mit der rechten Maustaste auf die Site “Microsoft System Center Virtual Machine Manager…” und wählt dort “Edit Binding”.

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In dem sich öffnenden Fenster sieht man, dass derzeit nur eine Bindung zu http besteht. Wir wählen also “Add”.

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Im letzen Schritt wählen wir als Type “https” und unter “SSL certificate” das soeben ausgestellte Zertifikat.

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Nachdem alle Fenster mit OK bestätigt wurden sollten das SCVMM – Self Service Portal auch SSL verschlüssel geöffnet werden können. Will man sicher gehen, dass die Benutzer die Seite nur via https ansurfen (ist zu empfehlen), so öffnet man wieder die Bindingeigenschaften der Site und entfernt “http”.

Windowsintegrierte Authentifizierung

Leider läßt auch der Standard für die Authentifizierung bei den meisten IIS Installation ein paar Wünsche offen (man muß sich jedes mal mit Benutzername und Passwort anmelden). Um das zu ändern ist es notwendig die IIS Funktion (Role Service) “Windows Authentication” zu installieren. Ist dies noch nicht der Fall öffnet man einfach den Server Manager und wählt die Funktion durch einen Klick auf “Add Role Service” hinzu (an der Stelle müssen Sie ggf. den IIS neu starten).

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Klicken Sie nun in der Baumstruktur auf der rechten Seite wieder auf die Portal Site und wählen Sie “Authentication”.

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In der sich öffnenden Übersicht sollen Sie alle Authentifizierungsmöglichkeiten mit Ausnahme von “Windows Authentification” deaktivieren.

HowTo: Windows 7 direkt in VHD installieren

Mit Windows 7 hat Microsoft die Funktion eingeführt, dass man Systeme direkt in VHD’s booten kann. Ich habe die Funktion zwischenzeitlich echt lieben gelernt (hab eigene VHD’s zum arbeiten, programmieren, spielen etc). Da ich meine Workstation (nach meinem Umzug) nun von Vista auf Win7 umstellen wollte, wollte ich darauf keine “native” Installation mehr vornehmen. Nach etwas stöbern im Internet konnte ich mir die dafür notwendigen Schritte zusammen suchen.

Hier nun die Zusammenfassung:

  1. Windows 7 vom Installationsmedium (USB od. DVD) booten
  2. Die Frage nach der Sprache beantworten
  3. NICHT installieren – sondern die Reparaturoptionen wählen (im unteren Teil des Bildschrims)
  4. Command Promt öffnen
  5. diskpart
  6. list disk (um herauszufinden welches die richtige HD ist)
  7. select disk 0 (wenn das Listing oben eine andere Nummer ergeben hat, dann entsprechend ersetzen)
  8. clean (macht alles leer!)
  9. crate partition (erstellt eine Partition)
  10. active
  11. format fs=ntfs
  12. assign
  13. create vdisk file=c:\win7_01.vhd maximum=150000 (erstellt eine vhd auf c mit 150 GB)
  14. attach vdisk (hängt die vhd ins system ein)
  15. exit
  16. x: (wechselt zurück auf das Installationsmedium)
  17. setup.exe (startet das “normale” windows 7 Setup)

Bei der Auswahl der VHD als Installationmedium erhält man eine Fehlermeldung. Diese kann man aber einfach ignorieren – die Installation läuft ohne Probleme durch.

Booten in eine VHD – Klarstellung

Ich habe vor kurzem darüber berichtet, dass es mit Einführung von Windows 7 und Windows 2008 R2 möglich ist, direkt in eine VHD Datei (ohne Virtualisierung zu booten). In diversen Foren gab es dazu nun schon Artikel, die behaupteten, dass es möglich wäre auch ein Vista oder gar ein Linux aus einer solchen VHD heraus zu booten. Da ich es bis jetzt, trotz eingehendem Studium von bcdedit, nicht geschaft habe in eine solche VHD zu booten, habe ich letzte Woche auf dem MS TechDay in Frankfurt mit Michael Korb darüber gesprochen.

Seine Aussagen hierzu waren klar:

  • Dieses Feature ist exklusiv für Windows Systeme ab Windows 7 und Windows 2008 R2 vorgesehen. Einen Patch oder Treiber für frühere Versionen wird es nicht geben. Die Berichte in diversen Foren über lauffähige Vista Installationen sind daher falsch.
  • Das Feature wird von MS primär gesehen um die Verteilung von Betriebssystemen auf Clients und auch Server zu vereinfachen.
  • Das booten von Linux in eine VHD ist in der theorie denkbar, da der Aufbau der VHD’s nicht geheim ist – eine entsprechende Implementierung ist ihm (und mir auch) nicht bekannt.
Citrix XenServer 5.5 Verfügbar

Hi,
Citrix hat soeben die Version 5.5 der freien Virtualisierungslösung XenServer zur Verfügung gestellt. Die neuen Features heben das Produkt eindeutig in die Klasse der Enterprise Virtualisierungslösungen. Die neuen Funktionen sind u. a.: consolidated backup, such tools, Active Directory integration, unterstützung von mehr Gastsystmen (nunmehr werden so gut wie alle Windows und Linuxe unterstützt).

Die Citrix Essentials for XenServer and HyperV (vergleichbar mit dem System Center Virtual Machine Manage) wurden ebenfalls erweitert und bietet nun u. a. eine Funktion zur automatischen Verwaltung von Labs (kostenpflichtig).

Downloadseite: http://www.citrix.com/lang/English/lp/lp_1688615.asp#top

Pressemitteilung: http://www.citrix.com/English/NE/news/news.asp?newsID=1854962

Booten in eine VHD

Mit dem Bootloader von Windows 7 hat Microsoft eine neue Technik eingeführt welche es dem Benutzer erlaubt mit wenigen Handgriffen ein Betriebssystem direkt aus einer VHD heraus zu booten. Man erweitert dazu mit vier einfachen Befehlen das Bootmenü von Windows 7 um beliebig viele lokal gespeicherte VHDs. Die Maschinen laufen nach dem Booten nativ auf der Maschine und haben somit vollständigen Zugriff auf die gesamte Hardware (es hängt also kein Hypervisor dazwischen).

Um von einer VHD booten zu können muß diese eine wichtige Voraussetzung erfüllen. Sie muß im neuen VHD Format erstellt worden sein welches erst mit HyperV unterstützt wird. Man kann also keine VHDs booten die von einer Virtual PC 2007 Installation erstellt wurden! (hat mich mehrere Tage und schluß endlich eine Mail an Daniel gekostet um das raus zu finden). Hat man keinen HyperV zur Verfügung kann man auch den Weg über das WAIK (Windows Automated Installation Kit) ein VHD File mit Installationsdaten befüllen. Beide Möglichkeiten werde ich nachfolgend vorstellen. Ich gehe in meinen Beispielen davon aus, dass auf dem Gerät bereits Windows 7 installiert ist (es reicht auch aus den win7 boot loader zu installieren).

Booten von einer über HyperV erstellten VHD

Hat man einen HyperV zur Verfügung ist die Sache recht einfach. Man installiert sein gewünschtes Betriebssystem über die bekannten Wege.  Bei Microsoft Betriebssystemen ist es jedoch wichtig vor dem kopieren der VHD auf das Zielsystem ein Sysprep auszuführen um sicher zu stellen, dass die Hardwareerkennung nach dem nächsten Neustart erneut ausgeführt wird:

c:\windows\system32\sysprep>sysprep /generalize /shutdown

Hat man diese Vorbereitungen getroffen muß man die VHD nur noch dem Bootmenü hinzufügen. Unter Windows 7 sind dafür schon alle Tools vorhanden. Für Vista muß man diese noch nach installieren.

Zuerst kopieren wir einen bestehenden Booteintrag um eine neue GUID zu erhalten:

bcdedit /copy {default} /d "Vista VHD"

Danach wird der Booteintrag erstellt wobei der Wert für {GUID} durch den oben abgefagten Wert ersetzt wird.  [locate] wird durch den Laufwerksbuchstaben z. B. [c:\] ersetzt. Der Pfad dahinter sollte auf die VHD zeigen.

bcdedit /set {guid} device vhd=[locate]\windows7.vhd
bcdedit /set {guid} osdevice vhd=[locate]\windows7.vhd

Für einige x86 Betriebssysteme benötigen noch folgende Option (schadet nicht, daher setzte ich sie immer):

bcdedit /set {guid} detecthal on

Will man per default von einer VHD booten, erreicht man dies mit folgendem Befehl:

cdedit /default {guid}

Booten von einer neu zu installierenden Installation

Mit Hilfe des WAIK (Windows Automated Installation Kit) kann man auch ohne einen HyperV VHDs erstellen und mit einer Windows Installation befüllen.

Zuerst erstellen wir also eine VHD (es geht auch mit der Maus – aber das ist etwas umständlicher).

DISKPART
CREATE VDISK FILE="c:\vmfs\win7\disk01.vhd" MAXIMUM=20000
SELECT VDISK FILE="c:\vmfs\win7\disk01.vhd"
ATTACH VDISK
CREATE PARTITION PRIMARY
ASSIGN LETTER=X
FORMAT QUICK LABEL=Win7

Mit diesem Befehl haben wir nun eine 20 GB große VHD erstellt und diese direkt als Laufwerk X gemountet.

Nun brauchen wir eine Windows Vista, Windows 7, Windows 2008 oder Windows 2008 R2 CD. Mit dem Befehl:

c:\Program Files\Windows AIK\Tools\amd64\imagex.exe /info "g:\sources\install.wim"

können wir heraus finden welche Editionen von diesem Betriebssystem zur Verfügung stehen. Für den nächsten Befehl brauchen wir die entsprechende ID der Edition:

vhd_boot_editions1

Hat man die ID des Editionen kann man diese mit folgendem Befehl in seine VHD kopieren:

c:\Program Files\Windows AIK\Tools\amd64\imagex.exe /apply g:\sources\install.wim 3 H:\

vhd_boot_waik1

Nun muß man die VHD nur noch wie oben unter dem HyperV Teil beschrieben in sein System einbinden und den entsprechenden Eintrag beim nächsten Booten seines Systems auswählen.

20090420: Update – Windows Vista und Windows 2008 *.wim files werden aktuell nicht vom WAIK unter Windows 7 unterstützt. Man kann in einer solchen Umgebung somit keine bootfähigen VHD’s erstellen :(