Archive for the ‘Windows’ Category
Windows 7 – richtige Suche in Dateien (Powershell)

In meinem letzten Artikel habe ich aufgezeigt wie man die Suche von Windows 7 etwas aufbohren kann. Leider musste ich feststellen, dass man auch mit diesen Settings sehr schnell an die Grenzen des Möglichen kommt. Die Suche in den Dateien scheint auf solche Dateien eingeschrÀnkt zu sein, welche auch indiziert werden können. Die Liste dieser Dateien liegt bei ca. 200 und lÀsst sich nur mit recht viel C-Code erweitern (soweit ich das verstanden habe). Die Liste umfasst z. B. nicht .log Dateien welche ich recht oft durchsuchen muss.

Auf der Suche nach einer alternativen Lösung habe ich meine etwas angestaubten PowerShell Gehirnzellen wieder aktiviert und werde nun zukĂŒnftig wohl auf folgenden Befehl zurĂŒck gehen um innerhalb von Ordnern (rekursive) zu suchen:

Get-ChildItem "c:\Search\Location" -recurse | select-string "SuchString" | Format-Table PATH, LineNumber

Windows 7 Suchoptionen inkl. Suche in Dateien

Hallo zusammen!

ich habe meine Systeme schon seit einiger Zeit vollstÀndig auf Windows 7 umgestellt und war seit dem immer mal wieder auf der Suche nach dem guten (aus XP bekannten) Suchdialog bei dem man Netzlaufwerke oder auch lokale Laufwerke mit recht vielen Optionen durchsuchen konnte.

Heute wurde das ganze nun akut weshalb ich mal etwas genauer nachgelesen habe was hier geht und was nicht. Vorweg es geht noch immer alles was es in XP gibt oder gab – man muss nur wissen wie :-) .

Die grundsÀtzliche Suchsyntax hat Microsoft recht gut auf seiner Webseite dokumentiert.

[Update] Der Link zu der MS Seite ist nicht mehr aktuell. Die Informationen findet man nun hier.[/UPDATE]

Windows 7 Suchsyntax

Windows 7 Suchsyntax

Mit dieser Syntax kommt man schon mal recht weit. Allerdings fehlt hier ein Hinweis auf die Suche innerhalb von Dateien. Diese scheint auf den ersten Blick an manchen Stellen zu funktionieren und an anderen nicht – die ErklĂ€rung hierfĂŒr ist zum GlĂŒck recht einfach. Gesucht (und gefunden) werden Dateiinhalte von Dateien die im Suchindex von Windows 7 sind – alle anderen werden per default nicht durchsucht. Dieses Verhalten kann man recht einfach Ă€ndern.

  • Man öffnet hierzu einen Dateiexplorer (Windows + E)
  • öffnet dann den Punkt “Tools” (ist glaube ich Extras in Deutsch) aus der MenĂŒleiste (wer diese nicht eingeblendet hat kann ihn durch drĂŒcken der ALT Taste einblenden)
  • Nun wĂ€hlt man “Folder Options” (Ordner Optionen oder so in Deutsch) und wechselt dort auf den Reiter Search (Suche)

Hier kann man nun aktivieren, dass auch der Inhalt von Dateien durchsucht werden soll wenn diese nicht im Index sind.

Windows 7 - Suchoptionen

Multipath I/O (MPIO) mit Windows 2008 R2 Server Core und iSCSI

Nachdem ich in meinen letzten Artikeln den grundsĂ€tzlichen Aufbau eines SANs und das Verbinden eines Hyper-V Servers mit selbigem beschrieben habe, werde ich heute dafĂŒr sorgen, dass die Verbindung richtig performant wird. Ich habe daher mein SAN und meinen Hyper-V Server mit zwei Netzwerkkarten verbunden (in meinem Fall CrossOver – aber das ist nicht wirklich relevant). Ziel ist es nun meinen Windows 2008 R2 Server Core dazu zu bekommen beide Karten gleichzeitig dazu zu verwenden das SAN anzusprechen. SelbstverstĂ€ndlich muss das SAN das auch verstehen – das ist bei der von mir verwendeten Lösung “open-e” gegeben.

Zuerst mĂŒssen wir auf unserem Hyper-V Server das MPIO feature installieren. Das erledigt folgender Befehl:

ocsetup MultipathIO /norestart

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(
 wie der Name der Option /norestart vermuten lĂ€sst unterbinden wir im ersten Schritt einen Reboot – natĂŒrlich kann man den Server auch rebooten, das kommt aber eh gleich
)

Nun sorgen wir dafĂŒr, dass alle Verbundenen LUNs auf MPIO umgestellt werden – man kann das auch ĂŒber die ISCSICPL-OberflĂ€che erledigen, aber so gehts schneller :-)

Vorsicht: Der Befehl fĂŒrht dazu, dass der Server ohne eine weitere Nachfrage neu startet.

mpclaim -r -i -d "MSFT2005iSCSIBusType_0x9"

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Nach dem Neustart prĂŒft man am besten kurz ob wirklich alle LUS’s auf MPIO umgestellt wurden:

mpclaim -s -d

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In der vierten Spalte dieses Listings kann man zudem erkennen welche load balance Richtlinie aktiv ist. Das in meiner Aufstellung verwendete “RR” steht fĂŒr Round Robin – in den meisten FĂ€llen wird dies auch die beste Auswahl sein.

Nun wechseln wir auf die grafische OberflĂ€che der iSCSI – Konsole. Dies erreiche wir durch Eingabe des Befehls:

iSCSIcpl

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Um die MPIO Option fĂŒr eine bestehende Verbindung zu konfigurieren, ist es notwendig, einen weiteren Pfad zu dem Device einzurichten. Hierzu wĂ€hlt man das device aus und klickt auf “Connect”. Bei dem sich öffnenden Fenster muss die Option “Enable multi-path” aktiviert werden!

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Über die Einstellungen unter “Advanced” kann man alternative Route auswĂ€hlen und wenn nötig die Authentifizierung dafĂŒr einrichten:

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Nachdem man die gemachten Eingaben bestĂ€tigt hat, kann man recht einfach prĂŒfen ob alles wie gewĂŒnscht funktioniert hat:

mpclaim -s -d [Device#]

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Mausfreunde können das ganze auch ĂŒber iSCSIcpl prĂŒfen:

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That’ it. Unser Hyper-V ist jetzt ĂŒber zwei Netzwerkverbindungen mit dem SAN verbunden. SelbstverstĂ€ndlich kann man die Schritte fĂŒr jede weitere Netzwerkkarte analog durchfĂŒhren und erhĂ€lt somit immer mehr Durchsatz (Solange die Platten im SAN schnell genug sind ;-) ).

WeiterfĂŒhrende Informationen:

Technet Seite mit der Befehlreferenz fĂŒr MPCLAIM

Blog Post mit der Beschreibung wie man ein Windows 2008 R2 core an ein SAN anbindet

iSCSI SAN für ESXi & Hyper-V – Teil 1

Jeder der schon mal in meiner Wohnung war weiss, dass ich zwischenzeitlich ein recht umfangreiches Testlab betreibe. Mein Testlab bildet die Basis fĂŒr die ganzen Experimente von denen ich einige ab und an vorstelle. Das HerzstĂŒck des Testlabs sind drei dual-socket (+dual core) Server welche ĂŒber hyper-v und ESXi meine Testlandschaft bereitstellen. Schon vor ein paar Jahren habe ich die Festplatten dieser Systeme in ein zentrales Storage ausgelagert. Dieser Storageserver (eigenes LAN) stellte den Speicherplatz bis jetzt ĂŒber NFS-Shares bereit. Leider ist das nicht so wirklich sicher und zudem fehlen NFS Funktionen, die ich zukĂŒnftig gerne nutzen möchte.

Mein neues Projekt heißt also: „Finde eine vernĂŒnftige und bezahlbare iSCSI Lösung fĂŒr Standardhardware die mir min. 6 TB an Speicher bereitstellen kann.“

So wie sich das gehört,  fange ich mal mit einer groben Anforderungsliste an:

  • UnterstĂŒtzung der iSCSI Standards
  • Bereitstellung von min. 6 TB Speicher sollte möglich sein
  • UnterstĂŒtzung von Software- und Hardwareraid
  • VerstĂ€ndliches Managementinterface
  • Erweiterbarkeit des Speichers
  • VernĂŒnftiger Datendurchsatz
  • Keine Limitierung von NetzwerkanschlĂŒssen oder UnterstĂŒtzung von min. 8 NIC‘s
  • UnterstĂŒtzung von „persistent reservations“ (wichtig fĂŒr MS Cluster)
  • Die vorhandene Hardware muss verwendet werden können (das Budget fĂŒr neue Hardware ist leider nicht groß genug um ein SAN zu kaufen
)

Nachfolgend die Produkte, die nach einer ersten Internetsuche auf meine Liste gekommen sind.

Openfiler

Das wohl bekannteste open source Projekt zu dem Thema NAS & SAN ist openfiler. Die Software unterstĂŒtzt in der kostenlosen Version beliebig viel Speicher und stellt diesen ĂŒber diverse Protokolle (NFS, SMB, WebDAV, FTP und natĂŒrlich iSCSI) zur VerfĂŒgung. EinschrĂ€nkungen bezĂŒglich der Raid-UnterstĂŒtzung bzw. Erweiterung sind nicht vorhanden. Es gibt auch keine Limitierung von NetzwerkanschlĂŒssen und da das System auf einem „normalen“ Linux aufsetzt lĂ€uft das Ganze auch auf meiner vorhandenen Hardware. Leider scheidet openfile trotz alle dem aus, es unterstĂŒtzt nĂ€mlich keine persistent reservations zudem ist die MenĂŒfĂŒhrung des Managementinterfaces sehr gewöhnungsbedĂŒrftig.

FreeNAS

Nicht ganz unbekannt ist auch das open source Projekt FreeNAS. Die Webseite zu dem Produkt ist bei weitem nicht so gut / informativ wie die von Openfiler. Das Produkt selbst wird aber aktiv gepflegt und bietet ebenfalls eine beachtliche Menge an Features. Das Produkt ist sonst weitgehen mit Openfiler vergleichbar bietet jedoch noch eine weitere EinschrĂ€nkung – software raid gibt’s nur als RAID 0, 1 oder 5.

Open-e

Open-e ist ein kommerzielles Produkt mit einer kostenlosen (eingeschrĂ€nkten) Version. Ein guter Freund hat mich darauf aufmerksam gemacht und das Produkt so in meine Vergleichsliste gebracht. Die Webseite des Herstellers macht einen sehr guten Eindruck und bietet alle notwendigen Informationen. Leider reicht die kostenlose Version der Software nicht aus um meine Anforderungen zu erfĂŒllen (kein Hardwarraid, nur eine NIC, zu wenig Speicher, keine persistent reservations etc). Die kostenpflichtige Version Open-E DSS V6 bietet jedoch alle gewĂŒnschten Funktionen (und noch vieles mehr).

Fazit

Da open-e die derzeit einzige Lösung in meiner Liste ist, welche alle Anforderungen erfĂŒllt, werde ich mein Testlab – SAN mit diesem Produkt ausrĂŒsten und mittelfristig betreiben. Die beschriebenen kostenlosen Produkte bieten jedoch, wenn man auf einige wenige Features verzichten kann, eine sehr gute Alternative die man bei einer Produktevaluierung auf jeden Fall betrachten sollte.

Ausblick

Ich werde in den nĂ€chsten Tagen weitere Artikel online stellen in denen ich meine Erfahrungen beim Konfigurieren von open-e selbst und natĂŒrlich auch von ESXi und Hyper-V im Zusammenspiel mit open-e schildern werde.

[Update]

iSCSI SAN fĂŒr ESXi & Hyper-V – Teil 1

iSCSI SAN fĂŒr ESXi & Hyper-V auf Basis von open-e – Teil 2

iSCSI SAN fĂŒr ESXi & Hyper-V auf Basis von open-e – Teil 3

iSCSI SAN fĂŒr Hyper-V (Win2k8R2 core) auf Basis von open-e – Teil 4

iSCSI SAN fĂŒr ESXi auf Basis von open-e – Teil 5

Multipath I/O (MPIO) mit Windows 2008 R2 Server Core und iSCSI

Systemstate Backup Hyper-V Server / Windows 2008 R2 Core Server

Ich bin ein fauler Mensch, daher habe ich fĂŒr fast alle meine Systeme Backups :-) . Um dies bei einem Hyper-V Server (oder jedem anderen Windows Core Server) verwenden zu können sind folgende Schritte notwendig:

Installieren von Windows Server Backup ĂŒber die Konsole:

start /w ocsetup WindowsServer Backup

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Nach der Installation steht einem das Tool wbadmin zur VerfĂŒgung. Es kann dazu verwendet werden die gewĂŒnschten Jobs einzurichten.

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Um ein einmaliges Systemstate Backup auf eine andere Platte durchzufĂŒhren verwendet man z. B. folgenden Befehl:

wbadmin start systemstatebackup -backuptarget:E:\systemstate\

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GUI – Freunde können das ganze natĂŒrlich auch Remote machen. Dazu muss allerdings die Firewall mit folgendem Befehl fĂŒr die Remoteverwaltung geöffnet werden:

Netsh advfirewall firewall set rule group="windows backup" new enable=yes