Sicherheit auf Japanisch

So, nachdem ich gerade in Japan oder um genauer zu sein in Tokyo und am Wochenende etwas die „Umgebung“ angeschaut habe möchte ich hier auch mal darüber berichten. Ziel des Ausfluges war Hakone, da man von der dort vorhandenen Aussichtsplattform einen sehr schönen Blick auf den Fuji-san haben soll. Obwohl ich schon mal dort war muß ich leider „soll“ schreiben, da es das letzte mal so neblich war, dass man nur ca. 5 m weit gesehen hat.

Gut, kurze Zusammenfassung der Reise an sich: Der Plan sah vor das erste Stück mit dem Schnellzug zu fahren danach auf einen langsamen Zug umzusteigen. Von dem Zug sollte es dann mit einer Zahnradbahn auf die erste Anhöhe gehen. Von dort aus dann weiter mit einer kurzen Bergbahn weiter bis zu einer Gondel. Tata, geniale Aussicht auf den Mount Fuji. Leider hatte dieser Plan einen ganz kleinen Fehler – ganz viele wollten ihn ausführen und wie man an der Beschreibung der Verkehrsmittel gut sehen kann werden die von Mal zu Mal kleiner. Damit hatten wir das „Glück“ bei jedem Umsteigen zwischen einer und ein einhalb Stunden anstehen zu müssen um dann stehend (sehr eng) den Berg hoch geschoben zu werden. Schlussendlich hatten wir dann ca. 30 min um Mount Fuji auch wirklich zu betrachten, allerdings bei wirklich guten Wetter!

Leider hatten wir auch noch eine Rückreise vor uns – und diese sollte leider nicht wirklich viel besser werden als die Anreise. Die Gondel den Berg runter konnten wir nach kurzem entspannten anstehen (ca. 30 min) schon bekommen und dank einer Sprinteinlage erreichten wir auch direkt anschließend (10 min anstehen) ein Schiff (das vorletzte!!!) welches uns zu einem Busbahnhof bringen sollte. Da wurde es dann richtig spannend! Die Schlangen dort waren zum einen richtig lang und zum anderen waren die Buse (die an sich nur im 15 min Takt fahren sollten) richtig klein. Das war dann auch die Stelle als ich von meiner Reisegruppe getrennt wurde bzw. mich absetzte. Die Jungs und Mädels entschieden sich nämlich (ganz japanisch) in einen sowieso schon vollständig überfüllten Bus mit einzusteigen um dann stehend ca. 2 h lang über die Berge zu fahren. Ich wartetelieber noch 10 min und hüpfte dann (als erster :-)) in den nächsten Bus. Wobei man echt sagen muß, dass das ein richtiges Abenteuer war. Keines dieser Vorkriegsmodelle würde in Deutschland noch durch den TüV kommen und wenn die Polizei einen Bus finden würde in dem die Leute wie auf dem Bild nebenan stehen würden oh je… Die Japaner kennen da aber nichts. Beim zusteigen ist der Bus auch erst abgefahren als wirklich jeder freie Platz besetzt war – aber nicht bevor ein Typ von aussen noch mal gegen die Menschmassen gedrückt hat um wirklich sicher zu gehen, dass alle kompakt genug stehen…

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