Posts Tagged ‘Firewall’
SQL Server “A network-related or instance-specific error occurred”

Nach der Installation eines SQL Servers (in meinem Fall 2008 R2 auf einem Windows 2008 R2 x64 Server) erhält man beim Versuch einen Remoteverbindung über das SQL Server Management Studio herzustellen in der Regel folgende Fehlermeldung:

A network-related or instance-specific error occurred while establishing a connection to SQL Server. The server was not found or was not accessible. Verify that the instance name is correct and that SQL Server is configured to allow remote connections. (provider: Named Pipes Provider, error: 40 – Could not open a connection to SQL Server) (Microsoft SQL Server, Error: 5)

Der Grund dafür ist recht simpel. Die Windows Firewall blockt den Port für den SQL Server (1433). Leider sieht die Installation noch immer nicht vor den Port im Laufe der Installation öffnen zu lassen. Man kann sich nun entweder durch die Windows Firewall GUI klicken oder einfach folgenden Befehl in einer CMD Box (muss als Admin ausgeführt werden!) eingeben:

netsh firewall set portopening protocol = TCP port = 1433 name = SQLPort mode = ENABLE scope = SUBNET profile = CURRENT

image

Thats it. Der nächste Verbindungsversuch führt zum Erfolg :-) .

Lüfterlose Astaro Firewall im Selbstbau

Nachdem ich nun eine neue Wohnung in Deutschland habe stand ich auch wieder vor dem Problem, dass ich meinen Internetzugang neu “regeln” musste (die Router in UK basieren auf Annex A und Deutschland hat Annex B). Nach ausgiebigen Produktvergleichen waren zwei SoHo Router (mit Firewall) in meiner Endauswahl. Beide Modelle hätten jeweils etwas mehr als 300 € gekostet. Leider hätte ich selbst bei den 300 € Routern noch Abstriche im Funktionsumfang hinnehmen müssen. Daher habe ich mich auf die Suche nach einer bezahlbaren Alternative gemacht – und bin fündig geworden.

Astaro Firewalls (die Software) ist fĂĽr Privatanwender fĂĽr bis zu 50 IP’s frei (sollte reichen). Da mir das Produkt sowieso gut gefällt (hab ich schon in meinem Testlab im Einsatz) blieb nun also nur noch das Problem der Hardware. Die Firewall soll 24 / 7 laufen und somit möglichst wenig Strom brauchen – zudem wäre es nicht schlecht, wenn das Gerät möglichst leise / unhörbar ist.

Nach ausgiebigem Preisvergleichen habe ich mir folgende Teile (bei Atelco) bestellt:

  • MSI IM-945GSE (lĂĽfterloses Mainboard mit zwei NIC’s)
  • 2GB Kingston SO-Dimm PC5300/667
  • Samsung HM251JI (geht auch kleiner, war aber die gĂĽnstigste von Samsung – und ich mag Samsung ;) )
  • JCP Mini-ITX Gehäuse, 60W ext. PSU, schwarz

Das ganze hat zusammen 321 Euro gekostet:

image

Die Installation der Software war in wenigen Minuten erledigt – da mir das Webinterface schon bekannt ist, war auch die Konfiguration kurz darauf abgeschlossen (auch Astaro Anfänger sollten das in sehr kurzer Zeit hin bekommen).

Das Beste ist, die Box braucht bei mir im normalen Betrieb nicht mal 20 W – und das obwohl ich hier nun eine absolut vollwertige Firewall stehen habe, die einem alles bietet was man so brauchen kann :D   – hören tut man von der Box natĂĽrlich auch nichts (hat ja keine LĂĽfter).

P. S. (1) Ich hatte zuhause noch eine Riser Card und NIC – die steuern jetzt meine DMZ an

P. S. (2) Zur Installation der Astaro muss zwingend ein CD Laufwerk angeschlossen werden – das sollte man also noch zuhause herum liegen haben.

Exchange 2007 & BlackBerry Enterprise Server

Heute habe ich auf ServerHowTo.de eine neue Anleitung veröffentlicht welche die Installation eines BlackBerry Enterprise Servers in einer Exchange 2007 Umgebung beschreibt. Finden können Sie die Anleitung unter:

http://www.ServerHowTo.de/(…)

Ergänzend zu dem Artikel noch einige Hinweise zum Thema Sicherheit.

Da der BlackBerry Server eine Verbindung ins Internet aufbaut um dort mit den Servern von RIM die Mails auszutauschen, gehört der BES bzw. besser der BlackBerry Router in eine DMZ die auf der einen Seite die Kommunikation mit den RIM Servern erlaubt und auf der anderen Seite die Verbindung zum Exchange Server ermöglicht.

Der Account (BESAdmin) unter dem i. d. R. der BlackBerry Enterprise Server installiert wird besitzt sehr weitgehende Rechte auf die Mailboxen der BlackBerry Benutzer. Es sollte daher sicher gestellt werden, dass der Account nur die nötigsten Rechte erhält. Das setzen des „senden als“ Recht für alle Benutzer sollte daher nur dann gewählt werden, wenn tatsächlich alle oder nahezu alle Benutzer in der Exchange Umgebung einen BlackBerry benutzen. Des Weiteren sollte das Passwort des BESAdmin in einem Notuserverfahren verwaltet werden um das unbemerkte mitlesen von fremden eMails durch Administratoren über diesen Account verhindern zu können.

Die BlackBerry Endgeräte bieten die Möglichkeit die gespeicherten Inhalte zu verschlüsseln. Diese Option sollte insbesondere dann aktiviert werden, wenn vertrauliche Informationen (was heute fast überall der Fall ist) über das Medium eMail ausgetauscht werden. Zusätzlich bietet der BlackBerry Enterprise Server die Möglichkeit ein gestohlenes oder verlorenes zu „putzen“ und zu deaktivieren. Gestohlene BlackBerry Endgeräte sind daher recht wertlos für einen Dieb.

Der BES verfügt über die Möglichkeit Richtlinien an die Clients zu verteilen. Die vorhandenen Einstellungen sollten entsprechend der Sicherheitsbedürfnisse des Unternehmens angepasst werden. Dinge wie das erzwingen von Anmeldepassworten sollten dabei obligatorisch sein und von den Anwendern auch nicht geändert werden können. Nach einem Update lohnt es sich i. d. R. immer einen Blick in die Richtlinien zu werfen – diese werden dabei regelmäßig erweitert.

Beim Patchen der Exchange und BES Server ist Vorsicht geboten. Nicht selten hört man, dass nach einem Patch des Exchange Servers die “senden als” Rechte des BESAdmin verschwunden sind. Wenn Sie also nach einem Update von Ihren Benutzern hören, dass diese zwar Mails empfangen aber nicht senden können sollten Sie diese Berechtigungen zuerst prĂĽfen. Des Weiteren ist der BES sehr empfindlich, was seine API zum Exchange Server angeht. Ein Update des Exchange Servers macht daher u. U. auch ein entsprechendes Update des BES notwendig!

Astaro Firewall

Hi,

da ich gerade mein Netzwerk in London neu Aufbaue war ich auch auf der Suche nach einer neuen Firewall. Bei der für Homeuser kostenlosen Astaro Firewall bin ich fündig geworden. Das Produkt zeichnet sich u. A. durch die BSI Auszeichnung nach Common Criteria aus zudem hat die Firma ihren Sitz in Karlsruhe (im schönen Baden). :)

Die fĂĽr mich entscheidenten Kriterien fĂĽr die Auswahl von Astaro waren:

  • freier Code
  • eingebauter VPN Server
  • Content Firewall inkl. Virenschutz fĂĽr Web- und eMail
  • kostenlos fĂĽr Homeuser
DC hinter einer Firewall die zweite

Hi,

da mich einige Bekannte auf das Thema DC hinter einer Firewall angesprochen haben, möchte ich noch etwas genauer darauf eingehen.

Der erste Punkt war, dass Netbios traffic nicht geroutet werden sollte. An sich ist das richtig und wenn man aufgrund seines Netzwerkaufbaus darauf verzichten kann, spricht auch nichts dagegen. Leider benötigen auch in modernen Netzwerken einige Anwendungen (z. B. Exchange) NetBios Dienste daher wird das blocken dieser Ports i. d. R. schwer…

Der zweite Punkt war die Frage „Warum eine Firewall im Lan?“. Die Antwort auf diese Frage ist recht einfach. Ein großer Teil von Angriffen erfolgt aus dem eigenen Netz heraus (Stichwort unzufriedener Mitarbeiter oder Virus / Trojaner). Man sollte daher wichtige Anwendungen sowie essentielle Infrastruktur Komponenten möglichst umfassend schützen. Dies erreicht man neben einem aktuellen Patchlevel, einem umfangreiches Logging und Monitoring auch durch die Abschottung nicht benötigter Ports durch eine Firewall. Des Weiteren ermöglicht eine Firewall eine einfachere Erkennung von Angriffen und bietet zudem Abwehrmechanismen.

Zum SchluĂź noch der Hinweis, dass es sich bei dem von mir vorgestellten Szenario nicht um ein WAN Aufbau handelt. Die DMZ sollte direkt im eigenen Lan stehen (siehe Visio Chart).

interne_dmz.gif