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OwnCloud – Datenabgleich bzw. Backup in die eigene Cloud

Nachdem ich den Datenabgleich meiner Daten in den letzten Tagen getestet habe, musste ich leider feststellen, dass zwar der Abgleich mit zwei Partnern (OwnCloud & ein Client) ohne Probleme funktioniert. Ein Datenabgleich mit mehreren Partnern (Multimaster) aber nicht möglich ist :-(. Damit ist das Projekt OwnCloud für mich erst mal beendet. ich habe seit kurzem noch eine Alternative im Test welche die wesentlichen Funktionen von Live Mesh weitgehend abbildet. Damit startet jetzt das neue Projekt cubby.

Datenabgleich bzw. Backup in die eigene Cloud

Nachem Micrsoft in den nächsten Wochen Live Mesh leider einstellen wird musste ich mich auf die Suche nach einer altnativen Lösung machen. Meine Anforderungsprofil sah dabei wie folgt aus:

  • Sicherheit meiner Daten (Verschlüsselung der Daten und der Übertragung)
  • Unterstützung großer Datenmengen
  • Selektion von Verzeichnissen die pro Gerät in Sync gehalten werden sollen

Nach etwas hin und her habe ich mich dazu entschlossen meinen alten HP Homeserver EX470 zu meiner neuen Cloud-Plattform zu befördern. Das Projekt “OwnCloud” bietet hierfür eine perfekte Basis. An sich muss man auf dem System nur einen Webserver installieren und kann danach bereits durchstarten. Die Anleitungen des Herstellers sind dabei recht einfach umzusetzen und bedürfen keiner umständlichen Einrichtung. Der Client zu der Lösung kann danach auch in wenigen Schritten installiert und eingerichtet werden.

Installation:

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Konfiguration:

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Verwaltung:

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Webfrontend:

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Bis jetzt bin ich mit dieser Lösung absolut zufrieden. Ich werde das ganze in den nächsten Wochen noch etwas weiter testen und auf meine Familie erweitern – mal sehen wie groß das Leistungsangebot noch ist – bis jetzt blieben keine Wünsche offen.

Live Mesh wird zum 13.02.2013 abgeschaltet

Jetzt macht Microsoft ernst. Nachdem bereits Windows 8 nicht mehr unterstützt wurde, hat Microsoft nun die noch vorhandenen Live Mesh Kunden darüber informiert, dass der Dienst zum 13.02.2013 eingestellt wird:

Dear Mesh customer,
Recently we released the latest version of SkyDrive, which you can use to:

  • Choose the files and folders on your SkyDrive that sync on each computer.
  • Access your SkyDrive using a brand new app for Android v2.3 or the updated apps for Windows Phone, iPhone, and iPad.
  • Collaborate online with the new Office Web apps, including Excel forms, co-authoring in PowerPoint and embeddable Word documents.

Currently 40% of Mesh customers are actively using SkyDrive and based on the positive response and our increasing focus on improving personal cloud storage, it makes sense to merge SkyDrive and Mesh into a single product for anytime and anywhere access for files. As a result, we will retire Mesh on February 13, 2013. After this date, some Mesh functions, such as remote desktop and peer to peer sync, will no longer be available and any data on the Mesh cloud, called Mesh synced storage or SkyDrive synced storage, will be removed. The folders you synced with Mesh will stop syncing, and you will not be able to connect to your PCs remotely using Mesh.
We encourage you to try out the new SkyDrive to see how it can meet your needs. During the transition period, we suggest that, in addition to using Mesh, you sync your Mesh files using SkyDrive. This way, you can try out SkyDrive without changing your existing Mesh setup. For tips on transitioning to SkyDrive, see SkyDrive for Mesh users on the Windows website. If you have questions, you can post them in the SkyDrive forums.
Mesh customers have been influential and your feedback has helped shape our strategy for Mesh and SkyDrive. We would not be here without your support and hope you continue to give us feedback as you use SkyDrive.

Für mich ist SkyDrive leider keine richtige Alternative, da wesentliche Funktionen von LiveMesh hier leider fehlen. Ich werde mich in den nächsten Wochen nach einer neuen Lösung umschauen und hier berichten.

Live Mesh – online sync von Daten auf beliebige Rechner

Grundsätzlich bin ich ein sehr misstrauischer Mensch wenn es um Cloud-Computing geht und ganz besonders wenn meine persönlichen Daten in so einer Wolke liegen sollen. Daniel Melanchthon hat mich jedoch bei ein zwei Kaltgetränken davon überzeugt, dass ich mir das ganze zumindest mal anschauen sollte.

Was ist Live Mesh

Um alle die noch nichts davon gehört haben kurz abzuholen fange ich mit einer (unvollständigen) Beschreibung des Dienstes an. Live Mesh ist ein (Beta) Cloud Service von Microsoft. Der Service soll seinen Benutzer ermöglichen Daten auf verschiedenen Geräten zu syncen. Derzeit werden Windows Mobile Geräte, Windows Desktops (+Server), und MacOS unterstützt. Zudem wird ein Online Desktop zur Verfügung gestellt auf welchen man derzeit bis zu 5 GB seiner Daten Syncen kann. Es ist außerdem möglich Ordner mit Freunden zu sharen und man kann über das Internet eine Art RDP Session auf seinen Desktop (zuhause) aufbauen.

Warum benutze ich es

Ich besitze eine ganze Reihe von Rechnen die ich in verschiedenen Situationen brauche. Nicht selten habe ich dabei das Problem, dass genau die benötigte Datei nicht oder in einer veralteten Version auf meinem gerade mitgeführten Gerät liegt. Auch das gemeinsame verwalten von Dateien mit Freunden ist für mich eine sehr nette Funktion – gerade wenn man gemeinsam an einem Projekt arbeitet.

Wie sicher ist Live Mesh

Das war für mich natürlich die erste und wichtigste Frage die es zu klären gibt. Ich habe mich daher ein wenig in die Dokumentation von Live Mesh eingelesen und war recht angetan davon. Laut Dokumentation werden alle Verbindungen beim Aufbau über eine asymmetrische Verschlüsselung (RSA Algorithmus) gesicherten um dann einen symmetrischen (128 bit AES) Schlüssel zur Datenübertragung auszutauschen. Die Kommunikation wird dabei über Port 443 abgewickelt. Die Verschlüsselung der Daten erfolgt dabei end to end. Das heißt, wenn man den Live Desktop nicht verwendet, dann werden die Daten nie unverschlüsselt auf einem Microsoft Server landen. Natürlich glaube ich einer Doku erst dann wenn ich es selber gesehen habe. Ich habe daher mal etwas an meiner Nic gehorcht…

wireshar_mesh

Dabei bin ich auch gleich noch über ein anderes Feature von Live Mesh gestolpert. Sollen die Daten nämlich zwischen zwei Systemen gesynct werden, die sich erreichen können, dann wir die Übertragung P2P durchgeführt. Auch hier werden die Daten schön brav verschlüsselt. Live Mesh bzw. die Windows live Services dienen dann quasi nur als authentication broker für die beiden Systeme damit diese sich vertrauen können. Die 10 GB Testdaten auf meinen beiden Systemen haben sich somit über das 1 Gb Netz bei mir zuhause in wenigen Minuten gesynct. In diesem Fall mussten die Live Mesh Server noch nicht einmal als Relay her halten.

Entscheidet man sich dazu die Daten auch auf den Live Desktop zu syncen, so hat man aus Security Sicht ein Problem. Die Daten werden zwar weiterhin mit den o. g. Mechanismen verschlüsselt übertragen, in den Microsoft Rechenzentren liegen diese jedoch unverschlüsselt vor. Eine Möglichkeit die Daten mit einem eigenen Schlüssel zu sichern ist derzeit nicht implementiert (da das Produkt noch Beta Status hat, habe ich noch Hoffnung :-)). An der Stelle muss also jeder für sich entscheiden ob er bereit ist das Risiko einzugehen. Ich für meinen Teil verwende den Live Desktop nur für Daten die ich jedem der mich danach fragt auch so geben würde (z. B. Kochrezepte).

Wie bekomme ich Live Mesh

Das ist absolut einfach. (Man benötigt zuerst eine LiveID, wie für fast alle Microsoft Services) Die Anmeldung erfolgt in wenigen Schritten auf www.mesh.com. Danach bekommt man folgende Seite zusehen:

mesh_add_device

Über den Button “Add Devices” kann man wie der Name schon sagt ein neues Gerät in seine Gruppe aufnehmen. Der Dialog unterhalb des Buttons bietet auch direkt das richtige Installationspaket an. Es gibt noch keinen Win7 Client, der vorgeschlagene Vista Client funktioniert bei mir allerdings ganz gut. Nach der Installation taucht der soeben installierte Rechner als Bildschirm in der Übersicht auf (drei Stück sind bei mir schon zu sehen). Ist ein Rechner grau, so ist er derzeit nicht mit der cloud verbunden.

Wie füge ich Ordner zu meinem Live Mesh hinzu

Auch das hinzufügen von Ordnern ist recht einfach gehalten. Nach Installation des Clients findet man im Kontextmenü des Explorers eine weitere Option:

mesh_add_folder_01

Nach einem Klick auf “Add folder to Live Mesh” erhält man diesen Dialog:

mesh_add_folder_02

Hier kann man den Namen des Ordners (in Live Mesh) angeben. Zudem sollte man direkt einstellen auf welche Systeme die Daten gesynct werden sollen. Dies erreicht man durch einen Klick auf “Show synchronisation options”:

mesh_add_folder_03

Per default werden ALLE Dateien mit dem Live Desktop gesynct – will man die Daten also nicht in der Wolke haben muss man dies bei jedem neuen Ordner ändern.

Wie Teile ich Dateien mit Freunden

Live Mesh bietet auch die Möglichkeit Dateien mit Freunden zu teilen. Öffnet man einen Ordner der über Live Mesh gesynct wird so öffnet sich gleichzeit daneben eine kleine Toolbox:

mesh_share_01

Ein Klick auf das Mänchen-Symbol öffnet den gesuchten Dialog:

mesh_share_02

Man sieht auf einen Blick wer bereits auf den Ordner berechtigt ist und kann mit “Invite” weitere Personen einladen. Es ist dabei selbstverständlich möglich verschiedene Rechte zu vergeben (z. B. nur lesen).

Fazit

Ich habe die Funktionen in der kurzen Testzeit schon sehr zu schätzen gelernt. Ich werde daher damit beginnen meine “richtigen” Daten zu syncen. Wie schon erwähnt werde ich jedoch den Live Desktop erst dann nutzen wenn ich die Möglichkeit habe die Daten auf den Microsoft Servern mit einem eigenen Schlüssel zu sichern.

Links & Quellen

  • Mesh Webseite [Dienst wird leider unter Win8 nicht mehr angeboten :-()
  • Bunte Aufstellung der Funktionen
  • Behind Live Mesh: Authorization and encryption