Online Backup zur sicheren Auslagerung von Daten–Update

Danke für die vielen Antworten auf meinen letzten Beitrag zu dem Thema. Ich habe mir die weiteren Vorschläge angesehen und meine Liste entsprechend erweitert. Die folgenden Vorschläge habe ich nach einem kurzen Review der Preise wieder fallen lassen:

  • SpiderOak: 1 TB würde 100 USD pro Monat kosten.
  • Wuala: Die Preise auf der Webseite gehen schon nur bis 250 GB – wir sind bei dieser Datenmenge aber schon bei 229 EUR (pro Jahr).
  • DropBox: 1 TB würde 199,99 USD pro Monat kosten.

Die beiden Vorschläge Crashplan und IDrive habe ich in der Liste ergänzt.

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Nach meinem letzten Posting habe ich Carbonite bereits als Test auf meiner Workstation installiert und habe einen Sicherungsauftrag für einen Teil meiner Bilder (177 GB) gestartet. Das Ergebnis nach 4 Tagen (Rechner war 24 h am Tag an) war, dass gerade 19,1 GB der Daten zu Carbonite hoch geladen waren. Sad smile

Ich habe daher einen weiteren Test mit Crashplan gestartet. Dieser Upload läuft deutlich schneller. Nach jetzt 5 Tagen sind bereits 64 GB dort gesichert. Der Upload läuft also gut doppelt so schnell wie der von Carbonite. Dazu ist Crashplan noch günstiger und hat eine kürzere Vertragsbindung. Nach aktuellem Stand wird also Carshplan das Rennen machen.

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12 Gedanken zu „Online Backup zur sicheren Auslagerung von Daten–Update

  1. bfg

    Hi Johannes,

    macht Dir bezüglich “Crashplan” der Serverstandort (ich vermute, er liegt in den USA?) keine Sorgen?
    Ich hatte mich aus diesem Grund bei meiner Wahl auf europäische Anbieter konzentriert. Mit den Standorten Frankreich, Schweiz, Deutschland kann ich irgendwie besser leben, als mit Übersee, wo Datenschutz ja offenbar noch ein völliges Fremdwort zu sein scheint.

    Viele Grüße,

    bfg

  2. johannes Artikelautor

    Hi bfg!

    da ich die Daten schon auf meiner Seite verschlüssle, ist mir grundsätzlich egal wo die Server stehen (solange die performat angebunden sind). Wenn du auf Datenschutz wert legst solltest du zudem nicht nur auf Europa als Serverstandort achten. Die Datenschutzvorschriften sind hier auch sehr unterschiedlich!

  3. bfg

    Hi Johannes,

    danke für Deine Rückmeldung.

    Ich habe mir Dein Szenario noch einmal genauer angesehen –> ok, unsere aktuellen Anforderungen an einen solchen Dienst sind einfach unterschiedlich. Mir geht es hauptsächlich um die Möglichkeit, die Verschlüsselung *automatisch* auf meinem PC *vor* dem Upload erledigen zu lassen (ich hatte eine Weile lang versucht, meine Daten regelmäßig mit Truecrypt zu verschlüsseln und anschließend [damals noch zu Humyo] hochzuladen – das war aber einfach zu aufwendig und ich wurde schlampig ;) ).

    Zudem hat Wuala die für mich sehr wichtige Funktion eines automatischen Syncs, so daß mir die auf meinem PC lokal geänderten Dokumente (innerhalb eines oder mehrerer frei definierbarer Sync-Ordner) sehr schnell “überall” zur Verfügung stehen (iPhone, Netbook).

    Der Preis und die “Datenmenge” bei Crashplan sind scheinbar wirklich recht konkurrenzlos und die Performance scheint nach Deinen Tests ja auch zu stimmen.
    Gut zu wissen, wohin man in Zukunft schauen kann, wenn es um sehr große Datenmengen geht – danke für die von Dir gefertigte Übersichtstabelle!

    Viele Grüße,

    bfg

  4. johannes Artikelautor

    Hi,

    nur zur Info, Crashplan & Co syncen die Daten auch automatisch. Ich muss die Daten also nicht vorab von Hand verschlüsseln und dann cryptoboxen syncen. Mir war / ist nur wichtig, dass diese Verschlüsselung mit einem von mir erstellten Schlüssel erfolgt, der dem Anbieter zu keinem Zeitpunkt bekannt ist.

    Viele Grüße

  5. Michel Lüscher

    Hi Johannes

    Verschlüsselst du deine Daten noch vor dem Backup mit Crashplan? Oder reicht dir die out-of-the-box Lösung? Was hast du jeweils für die Verschlüsselung verwendet? Wird ja gerade zum Top-Thema nach dem Dropbox-Issue von letztem Wochenende… ;)

    Cheers
    Michel

  6. johannes Artikelautor

    Hi,

    ich verschlüssele die Daten nicht manuel vor dem Upload. Ich konfiguriere jedoch über die erweiterten Optionen einen eigenen Schlüssel der dann verwendet wird um die Daten vor dem Upload zu Crashplan zu verschlüsseln. Das Verschlüsseln vor dem Upload wäre recht komplex, da dies entweder pro Datei erfolgen müßte oder jedes Mal ein vollständiger upload eines z. B. truecrypt files sein müsste. Letzteres ist dabei denke ich ein nicht gangbarer weg und für das Verschlüsseln einzelner Dateien (ohne es von Hand machen zu müssen) habe ich noch kein gutes Tool gefunden.

    Grundsätzlich muss ich anmerken, dass ich meine wirklich vertraulichen Daten wie z. B. Quicken Dateien, Steuer Unterlagen in einen truecrypt container stecke – sprich bei solchen Files erfolgt tatsächlich eine doppelte Verschlüsselung. Bei meinen anderen Daten wie z. B. meine Bilder ist mir das nicht so wichtig…

    Ich poste die Tage noch einen Artikel mit einer Beschreibung wie ich Crashplan installiert habe.

  7. Pingback: Test Online-Speicher, Teil 2 | Till Erdmenger – Business Photographie / Blog

  8. bfg

    Hallo Johannes,

    ich nutze für meine Haupt-Arbeitsdaten (ca. 7 GB, nur kleine/wenig tägliche Änderungen) immer noch Wuala und bin dort sehr zufrieden. Sowohl die Funktionalität der Software, als auch die Datenübertragungsrate sind sehr zufriedenstellend.

    Für größere Datenmengen (Photos, Videos) suche ich aus Kostengründen aber nach einem weiteren Anbieter. Crashplan hatte ich ausführlich getestet aber nur grottenlahme Uploads (ca. 100 MB/h, um mal einen Wert zu nennen). Mit einem Upload von 2,5 MBit/s komme ich bei Wuala auf etwa 1 GB/h!

    Nutzt Du Crashplan noch oder hast Du das gleiche Problem und bist gewechselt (wohin)?

    Danke für eine kurze Info und viele Grüße,

    bfg

  9. bfg

    Hallo Johannes,

    will nicht nerven, aber bist Du noch bei Crashplan oder hast Du schon dem Anbieter gewechselt?

    Viele Grüße,

    bfg

  10. johannes Artikelautor

    Hi,
    Ja ich bin weiterhin bei Crashplan. Ich habe deine Probleme bis jetzt noch nicht gehabt, habe in letzter Zeit aber auch keine sehr großen Datenmengen hochgeladen. Hochgerechnet hatte ich bei meinem initialen Upload rund 600 MB pro Stunde an Crashplan senden können.

  11. bfg

    Hi Johannes,
    ok, vielen Dank für die Info.

    Ich hatte gestern mal Idrive ausprobiert: Zunächst war ich an der (scheinbar veralteten) deutschen Client-Software gescheitert, die mein festgelegtes Kennwort nicht akzeptieren wollte, auch nicht nach einem Rücksetzen des Kennwortes. Die dann getestete englischsprachige Client-Version akzeptierte das Kennwort klaglos, bestand aber darauf, daß ich meinen ellenlangen, selbst definierten Sicherheitsschlüssel Zeichen für Zeichen eingeben müßte (kein copy&paste erlaubt – der IDrive-Support bestätigte das auf Rückfrage). Also hinfort damit.

    Dann werde ich Crashplan wohl nochmals testen…

    Viele Grüße,

    bfg

  12. svenc

    Ein kleiner Einwurf von mir:

    a) wenn es sich um Unternehmensdaten handelt, dürfen diese gar nicht ausserhalb der EU gelagert werden (Europäische Datenschutzverordnung), besonders, wenn es sich um personenbezogene Daten handelt. Die Nutzung von DropBox usw.. ist für Unternehmen in Europa nicht zulässig. Leider wissen das bislang nur sehr wenige Unternehmen.

    b) es gibt auch Anbieter in Deutschland (siehe Webseite), die CrashPlan als Sicherungssystem nutzen. CrashPlan bietet mit dem CrashPlanProe-Server eine Version an, die man unabhängig vom Hersteller auf eigenen Servern betreiben kann.

    c) eins wurde hier in der Diskussion noch gar nicht erwähnt und zwar die Multifunktionalität von CrashPlan.

    Beispiel:
    Man bucht bei einem Anbieter, der CrashPlan nutzt, ein Konto und sichert seine Daten auf dessen Servern.

    Mit dem Client auf dem Rechner (ich nenne ihn jetzt mal “Rechner A”) hat man gleichzeitig einen kleinen Server für das LAN zur Hand. Denn Rechner B kann Rechner A als Ziel für das Backup verwenden. Gleichzeitig könnte Rechner A ein zusätzliches Backup auf Rechner B machen, das geht natürlich auch mit zig weiteren Rechnern. Solange nur Rechner A Daten auf dem Online-Server sichert, benötigt man auch keine zusätzliche Lizenz für den Client.
    Weiterhin können natürlich mit dem Client auch verschiedene Sicherungen auf Festplatten usw. gemacht werden.

    Weiterhin finde ich CrashPlan äussert praktisch, weil man es z. B. auf Synology-NAS-Systemen ebenso installieren kann (den Client) und das NAS dann seine Backups auf den Online-Servern des Anbieters macht, ohne dass ein weiterer Rechner notwendig ist.

    Gruß

    svenc

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